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Avionik Ausbildung an der htl donaustadt

Was ist Avionik?

Avionik ist ein Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus Aviation (Luftfahrt) und Elektronik. Avionik ist daher der Sammelbegriff für alle elektronischen Geräte und Anlagen, die mithelfen, ein Flugzeug bei (fast) jedem Wetter und zu jeder Tageszeit sicher und pünktlich von einem Ort zum anderen zu bringen. Avionik im engeren Sinn ist also die elektronische Ausrüstung eines Flugzeuges. Im weiteren Sinn, gehören natürlich auch die elektronischen Anlagen auf einem Flughafen zu Avionik. Sie bilden die „Gegenstelle“ der Kommunikation.

Die moderne Luftfahrt mit ihrer immer höher werdenden Verkehrsdichte ist ohne elektronische Navigationshilfen nicht denkbar. Im Cockpit eines modernen Verkehrsflugzeuges dominieren die Bildschirme. Der Pilot wird zunehmend zum „Systemmanager“. Der Avioniker sorgt dafür, dass alle elektrischen und elektronischen Systeme einwandfrei arbeiten.

Nach welchen gesetzlichen Bestimmungen erfolgt die Ausbildung?

Mit der EU-Verordnung EC 1321/2014 wurde die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen sowie die Erteilung von Genehmigungen für die Organisationen und Personen, die diese Tätigkeit durchführen, europaweit einheitlich geregelt. Diese EU-Verordnung bildet daher den rechtlichen Hintergrund für unsere Ausbildung.

Im Teil 66 (Part 66) dieser Verordnung wird die Ausbildung des technischen Luftfahrtpersonal definiert, im Teil 147 (Part 147) stehen die Anforderungen an die Ausbildungsbetriebe.

Die HTL Donaustadt erhielt von der österreichischen Luftfahrtbehörde AUSTRO CONTROL GmbH als derzeit einzige Schule Österreichs die Genehmigung, Avionikpersonal auszubilden.

Wie läuft die Avionik Ausbildung an der HTL Donaustadt ab?

Es wurde zunächst eine sogenannte „Delta-Liste“ erarbeitet, in der die Differenz zwischen den Forderungen des Part 66 und den Lehrplänen der einzelnen Abteilungen unserer Schule aufgezeigt wird. Dabei stellte sich heraus, dass der Lehrstoff im regulären Unterricht einen Teil der Anforderungen abdeckt. Die Differenz an Fachwissen können unsere Schülerinnen und Schüler nun in einzelnen Modulen erarbeiten. Diese Module werden nach Schuljahren so gestaffelt, dass sie mit dem HTL Lehrstoff möglichst konformgehen.

Welche Module werden Angeboten?

An der HTL Donaustadt wird der theoretische Teil der Kategorie B2 schulbegleitend ausgebildet. Eine Wartungslizenz der Kategorie B2 berechtigt den Inhaber zur Ausstellung von Freigabebescheinigungen nach Instandhaltungsarbeiten an der Avionik und an elektrischen Systemen.

Nach derzeitiger Planung werden folgende Module, die sich im Stoffumfang zum Teil sehr unterscheiden, angeboten:

 

    1. JG/KL        Vorbereitungskurs (Flugzeugmodellbau, Flugsimulator Airbus A320)
                      Modul 9 „Menschliche Faktoren“
    2. JG/KL        Modul 6 „Materialien und Werkstoffe“
                      Modul 8 „Grundlagen Aerodynamik“
    3. JG/KL        Modul 14 „Triebwerke“
    4. JG/KL        Modul 5 „Digitaltechniken und elektronische Instrumentensysteme“


    Jedes Modul wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen.

    Welche praktische Erfahrung ist für die B2-Lizenz nachzuweisen?

    Drei Jahre praktische Erfahrung in der Instandhaltung von Einsatzflugzeugen und Abschluss einer Ausbildung zum Facharbeiter in einem technischen Beruf, die von der zuständigen Behörde als relevant angesehen wird, oder zwei Jahre praktische Erfahrung in der Instandhaltung von Einsatzflugzeugen und Abschluss eines gemäß Teil-147 zugelassenen Grundehrganges.

    Team und Kontakt:

    Organisation: Ing. Thomas Sinn, BEd und Ing. Benjamin Petric
    Airbus A320 Simulator: Dipl.Päd. Karl Krejca

    Email: SINT(at)htl-donaustadt.at