Diplomarbeiten der Informatik-Abteilung

Als ein wesentlicher Schwerpunkt der Informatik-Ausbildung im 5. Jahrgang werden seit mehr als zehn Jahren Diplomarbeiten durchgeführt. Diese umfassen die Umsetzung eines technischen und/oder betriebswirtschaftlichen Projektes in Teamarbeit, großteils in Kooperation mit externen Auftraggebern wie Firmen, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen. Die Ergebnisse der Diplomarbeiten werden in einer schriftlichen Ausarbeitung umfassend dokumentiert und vor einem fachkundigen Publikum präsentiert und diskutiert. Die Projekte des aktuellen Schuljahres sowie Highlights aus den vergangenen Jahren werden hier vorgestellt.

FemtoLAS – Datenkompression

Im Zuge dieser Diplomarbeit wurde ein neues Datenkompressionsmodell entwickelt, welches darauf abzielt die große Menge an, aus Simulationen von laserunterstützten Fertigungsprozessen generierten, Daten zu reduzieren. Diese Simulationen wurden mit der numerischen Simulations-Software OpenFOAM® entwickelt, welche vor allem für die Lösung von Problemen der Strömungsmechanik verwendet wird. Die Kompressions-Effizienz wurde verglichen mit dem derzeitig verwendeten Kompressionsmodell GNU-Zip® und anderen kommerziellen Kompressionsmodellen.  Diese Diplomarbeit wurde im Zuge des Sparkling-Science Projekts „FEMTOLAS“ mit dem Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik der Technischen Universität Wien entwickelt.

CESUS - Automatisierte Bewertung von Programmieraufgaben

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist eine automatisierte Bewertung von Programmieraufgaben, die über eine leicht bedienbare Visual-Studio-Extension oder eine übersichtliche Web-Portal abgegeben werden können. Auf diesem Web-Portal können LehrerInnen zusätzlich Aufgaben erstellen, SchülerInnen in Gruppen ordnen und automatisch generierte Bewertungen einsehen und ändern. Das Endergebnis soll die automatische Prüfung von C# Quellcode auf Korrektheit und Erfüllung der Aufgabenstellung sein. Des Weiteren legen wir bei dem Endergebnis großen Wert darauf, dass eine Erweiterbarkeit von zusätzlichen Programmiersprachen durch ein Plug-In-Design gegeben ist und das System an ein Active-Directory für die User- und Klassenverwaltung angebunden werden kann. 

OPENMIND - Maschinensteuerung durch Gedanken

Herkömmliche Methoden zur Beurteilung von Emotionen benötigen viel Erfahrung und Aufwand und sind ungenau. Experience Analysen messen nur Klicks, Maus- und Augenbewegungen. Emotionen bleiben verborgen. Die Neuro-Wissenschaft hat in diesem Bereich schon erheblichen Fortschritt gemacht, doch dieser ist noch nicht beim Endbenutzer angelangt. Durch den Einsatz von Fortschritten der Neuro-Wissenschaft ist es möglich Emotionen in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten. Das Ziel ist die Entwicklung einer Smartphone-App, welche mittels EEG Sensor Gehirndaten von Teilnehmern erfasst und in Echtzeit innerhalb eines Graphen anzeigt. OpenMind verbessert somit die Qualität von Feedbacks und damit die Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Weiters können die Neurosensoren zur Steuerung von Systemen verwendet werden. Als Proof of Concept wurde eine Bahnsteuerung implementiert

RooDi+ ePaper Klassenschild

An vielen Schulen mangelt es derzeit an Information. Schüler, Lehrer oder andere Personen müssen oft den Klassenraum stören, wenn sie etwas von dort benötigen. Das führt bei Unterricht, vor allem aber bei Tests oder Schularbeiten, häufig zu unschönen Situationen. Weiters werden oft schlechte Luftverhältnisse in der Klasse oder andere Faktoren, die den Unterricht negativ beeinträchtigen und zu unkonzentriertem Verhalten führen, nicht erkannt. Unser Projekt schafft Abhilfe!

 

Ein Bild, das Text, rot, schwarz, weiß enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Das Ziel von RooDi+ ist ein Display vor dem Klassenraum, welches Informationen zum aktuellen Unterricht anzeigt. Auf diese Weise können Lehrer und Schüler bestimmen, ob sie den Raum, ohne zu stören, betreten können. Zusätzlich wird eine App zur Verfügung gestellt, welche über Daten wie Luftqualität berichtet, damit klar ist, ob der Raum zum Arbeiten geeignet ist oder nicht.

BAUCARD - Baustellenpersonal Management

Sozial- und Abgabenbetrug mit nicht korrekt angemeldeten Arbeitskräften stellt auf österreichischen Baustellen eine große Herausforderung dar. Ausführende Generalunternehmer oder Auftraggeber haben aufgrund von undurchsichtigen Firmengeflechten, welche Scheinfirmen inkludieren, keine ausreichenden Möglichkeiten, den Status aller Bauarbeiter zu überprüfen. Um dieses Problem zu lösen wurde ein Ausweissystem entwickelt, die BauCard. 

  

Alle Mitarbeiter einer Baufirma werden über ein Webportal registriert und bekommen nach bestandener Überprüfung einen Ausweis ausgestellt. Dieser dient als Identifikationsnachweis auf der Baustelle und kann mit Hilfe eines QR-Codes über die von uns entwickelte App überprüft werden. Während des Projekts stand die STRABAG AG als Kooperationspartner freundlicherweise zur Verfügung.

 Als Technologien wurden Bootstrap und MongoDB für das Webportal sowie Java und Kotlin für Mobile verwendet.

 

ERD-Editor

Ziel dieses Projektes ist es, die Erstellung von Diagrammen, die Änderung der Notation eines ER-Diagrammes und die Generierung von Datenbank-Statements in verschiedenen SQL-Dialekten zu vereinfachen. Anfänglich liegt der Fokus auf der Implementierung von 2 Notationen und 3 SQL-Dialekten. Diese 2 Notation sind die Krähenfuß- und Chen-Notation und die 3 SQL-Dialekte sind MySQL, Oracle und SQL. Das Endprodukt wird eine Anwendung, in welcher das Bearbeiten von ERDs in diversen Notationen und die Generierung von Datenbank-Statements in diversen SQL-Dialekten möglich sein wird. Der Fokus liegt auf konsistentem Verhalten und einer hohen Nutzerfreundlichkeit. Die fertige Anwendung wird durch das Hinzufügen von weiteren Notationen und SQL-Dialekten in seiner Nützlichkeit erweiterbar sein.

KurzparkApp

Es soll eine Informationsapplikation auf Smartphones mit dem Betriebssystem Androiderstellt werden. Diese App soll dem Benutzer mitteilen, ob dieser sich in einer Parkzonebefindet oder nicht. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, wird einedementsprechende Datenbank entworfen und realisiert. Des Weiteren soll die Applikation in der Lage sein den Standort, sowie eine vom Benutzer beliebig gewählte Adresse abzufragen und zu übermitteln. Die dafür benötigten Daten werden von der MA14 - Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), bereitgestellt.