Fragen und Antworten

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kommentare zum Bienenprojekt? Die häufigsten haben wir hier für Sie beantwortet, andere können Sie uns durch das folgende Formular stellen.

Fragen zum Projekt

Wieso hält die htl donaustadt Honigbienen?

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind über 10 Jahren zentralen Themen an der htl donaustadt. Wir sehen es als unsere Aufgabe die Studierenden ganzheitlich auszubilden, d.h. auch mit nicht-technischen Themen zu konfrontieren.

Immer wieder zeigt sich, dass gerade solche "fachfremden" Bereiche sehr spannende technische Fragestellungen aufwerfen. So ermöglichen unsere Bienen nicht nur anschauliche Einblicke in die Biologie, sondern unterstützen auch Projekte unserer Kernausbildung: neben technischen Projekten und Diplomarbeiten, die durch unsere Bienen inspiriert wurden (siehe News) wird die Imkerei der htl donaustadt wie ein Unternehmen geführt und dient somit unserer kaufmännischen Ausbildung.

Ist es nicht gefährlich Bienen an einer Schule zu halten?

Ja, genauso wie der tägliche Weg zur Schule, der Turnunterricht oder die Arbeit mit einer Bohrmaschine. Bienen können stechen und - im Falle einer Allergie oder Blutvergiftung - zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Allerdings ist das Risiko dafür sehr gering. Bienenstiche sind (bei korrektem Verhalten) sehr selten und haben in der Regel nur eine lokale Schwellung zur Folge.

An der htl donaustadt wurden folgende Maßnahmen getroffen um Zwischenfällen mit den Bienen vorzubeugen:

  1. Die Bienen stehen in einem Bereich, den Studierende nur in Begleitung einer Lehrperson betreten dürfen. Die Bienenstöcke können aber jederzeit durch ein Fenster betrachtet werden.
  2. Die Bienenköniginnen wurden auf Sanftmut gezüchtet.
  3. Es steht eine ausreichende Anzahl an Imkerhüten (Schleiern) und Handschuhen zur Verfügung.
  4. Vor dem Öffnen eines Bienenstockes werden die Zuseher unterwiesen, wie sie sich zu verhalten haben und welche Folgen ein Bienenstich haben kann.
  5. Die Schulärzte halten Notfallmedikamente für den Fall einer allergischen Reaktion bereit. Außerhalb ihrer Ordinationszeiten wird die Rettung gerufen.

Wer betreut die Bienen?

Die Bienen werden durch SchülerInnen und Prof. Mag. Harald Dassler (privat selbst Imker) betreut. Imkermeister Alfred Hauska vom Imkerverein Donaustadt steht mit Rat und Tat zur Seite.

Wo können die Bienenprodukte (Honig, Kerzen, ...) erworben werden?

Derzeit steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen. Die produzierten Bienenprodukte (v.a. Bienenwachskerzen) wurden bei Einzelaktionen angeboten und in kurzer Zeit ausverkauft. Sobald ein regulärer Verkauf möglich ist, werden die Bezugsquellen an dieser Stelle veröffentlicht.

Fragen zur Bienenhaltung

Ist die Bienenhaltung in der Stadt artgerecht?

Nein, Bienen sind Waldbewohner. Die einzige artgerechte Haltung wäre ein hohler Baum. Diese Form wird allerdings seit Jahrhunderten nicht mehr praktiziert und ist seit Einschleppung der Varroa auch gar nicht mehr möglich. Wie alle Nutztiere werden Bienen in einer Form gehalten, die ihrer Natur nahe kommt UND dem Landwirt (Imker) einen vertretbaren Arbeitsaufwand ermöglicht.

Dabei bietet die Stadt tatsächlich einige Vorteile:

  1. Das vielfältige Trachtpflanzenangebot in Gärten, Parks, Friedhöfen, Verkehrsinseln, etc. bietet lange Zeit Nahrung und einen gesunden Pollenmix.
  2. Da kaum intensive Landwirtschaft betrieben wird, ist auch die Spritzmittelbelastung gering. Eine Belastund der Bienen oder des Honigs durch Feinstaub konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
  3. Das wärmere Klima der Stadt lässt die Bienen früher und länger Vorräte sammeln. Leider unterstützt das auch die Entwicklung der Varroa.

Was benötige ich um selbst Imker zu werden?

Grundsätzlich benötigt ein Imker

  • Bienenwohnungen (Beuten),
  • Werkzeuge,
  • Wissen,
  • einen Standplatz und
  • natürlich Bienenvölker.

Die genauen Anforderungen variieren stark von Ort zu Ort. Deshalb ist es sinnvoll sich bei einem der lokalen Imkervereine (zu finden über den Österreichischen Imkerbund) beraten zu lassen! Diese bieten auch häufig Unterstützung für NeuimkerInnen an und ermöglichen die Inanspruchnahme von Förderungen.